#11 Selbstvertrauen - Zutrauen im Unternehmen

Kontrolle ist kein Ersatz für fehlendes Vertrauen. Zutrauen schenken ist ein 'Muss' für wirkungsvolle Führungspersönlichkeiten. 

 

Wir wollen oft alles unter Kontrolle haben. Penibel ausgearbeitete Pläne sollen Fehler und Abweichungen bzw. Überraschungen vermeiden. Und egal, ob Ideen anderer gut sind, wenn sie vom Plan abweichen, lässt man diese Lösungen nicht zu, denn diese liegen außerhalb der persönlichen Kontrolle. 

Manch einer spricht dann von Genauigkeit. Meine Erfahrung hat gezeigt, dass diese Erklärung ebenso eine Rechtfertigung für Kontrolle - fehlendes Vertrauen -  sein kann, jedoch fehlt die persönliche Einsicht.


 

Kontrolle ist kein Ersatz für fehlendes Vertrauen.

 

Wenn Menschen von Geburt an wenig oder gar kein Vertrauen und Zutrauen bekommen, laufen sie Gefahr anderen nachzueifern. Man tut alles um zu gefallen, zweifelt am eigenen Können und traut anderen mehr zu als sich selbst. Lieber bewundert man das Vermögen der anderen, anstatt das eigene zu erkennen und das Vertrauen für sich selbst zu entwickeln.

 

Vor allem Entscheidungen werden von Menschen mit einem schwachen Selbstvertrauen gern umgangen oder erst nach mehrfachen Rückfragen getroffen. Schließlich will man es jedem recht machen und Fehler tunlichst vermeiden. Das raubt Kraft und erzeugt noch mehr Selbstzweifel, was für noch weniger Selbstvertrauen sorgt.

 

Das Selbstvertrauen hilft uns

- auf unser Können, unsere individuellen Potentiale zuzugreifen.

- für selbstbestimmte Entscheidungen.

- für ein Gefühl von Zuversicht und Hoffnung.

- beim Verfolgen eigener Vorstellungen und Ziele.

- für erfolgreiches Führen und Zutrauen schenken.

 

Es wird immer mal Situationen geben, wo Zuversicht schwerfällt. Genau dann ist Zutrauen schenken von Führungspersonen wichtig.

 

Ein Mangel an Selbstvertrauen ist bei Mitarbeitern (Kollegen, Führungskräften ...) nicht immer gleich offensichtlich. Gerade Menschen mit mangelndem Selbstvertrauen haben schon früh in ihrem Leben gelernt in Rollen zu schlüpfen. Sie passen sich in sehr kurzer Zeit ihren Kollegen, Vorgesetzten, Kunden an, oft ohne selbst zu bemerken, dass sie sich gerade 'verstellen'.

 

Ein Tipp für Führungskräfte: Vorsicht vor Mitarbeiter die zu besseren Kopien von einem selbst werden wollen. Wir sollten darauf achten, dass das nicht passiert, auch wenn es verlockend sein mag einen Menschen um sich zu haben, der einem häufig zustimmt und Bewunderung schenkt. Gerade Mitarbeiter mit Mut, Eigenverantwortung und Selbstvertrauen fördern das Wachstum eines Unternehmens. Sie sind die Stütze für Kollegen und Kunden. Dafür erwarten sie Vertrauen 'von oben'.

 

Unternehmen mit guter Menschenführung wollen keine Nachahmer oder Ja-Sager (und Nein-Meiner). Was erfolgreiche Unternehmen brauchen sind authentische Erfolgs-PersönlichkeitenAufmerksame Beobachtung und Empathie der verantwortlichen Führungspersonen ist an dieser Stelle enorm wichtig.

 

Gedanken sind spätere Ergebnisse: Wer es schafft, auf die individuellen Potentiale und Größen der Mitarbeiter zu vertrauen, wird durch sein Denken und Empfinden ein starkes Zutrauen (Überzeugung) entwickeln. Wer hingegen am Können seiner Mitarbeiter zweifelt oder diese für unfähig hält, wird dementsprechend negative Erlebnisse erzielen.

 

Wir müssen verstehen, dass Menschen Unternehmen führen und nicht umgekehrt. Gerade dann, wenn Mitarbeiter an sich zweifeln sind Führungspersönlichkeiten, die Zutrauen schenken, gefragt.

 

 

PS: Was Führungspersönlichkeiten ausmacht? absichtl!ch gibt gerne Auskunft und unterstützt Sie: office@absichtlich.com