#2 Anfangen

"Ich mache das für mich und nicht für andere."

 

Wer Veränderungs- oder Entwicklungsprozesse aufgrund fremder Erwartungen durchläuft, und nicht aufgrund eigenen Willens, wird nur kurzfristige Erfolge erzielen. Ein wesentlicher Bestandteil für langfristige Trainingserfolge sind persönliche Motive.

 

Wenn der persönliche Nutzen nicht vorhanden ist oder nur gering, wird zwar neues Wissen angehäuft, doch wirksame Entwicklung bleibt aus. (Bemerkbar machen sich solche 'Fehlstarts', wenn neu Erlerntes schnell wieder vergessen wird.)


 

Wir brauchen Offenheit, um altes Wissen neu zu denken. Und wir brauchen die Bereitschaft das Vergangene loszulassen, damit wir Neues zulassen können.

 

Wer nicht handelt, der vergisst. 

 

Häufig beobachte ich, wie Menschen monatelang, ja sogar jahrelang über ihr Vorhaben nachdenken, wieder verwerfen, neu planen, rechtfertigen, anfangen wollen, erneut zögern ... anstatt den ersten klaren Schritt in die gewünschte Richtung zu setzen. Vorbereitung ist wichtig, doch wenn wir im Planen verharren, aus Angst vor dem was dann kommen könnte, kommen wir nicht voran. Jeder noch so gute Plan ist nur ein Plan. Erst in der Umsetzung wird sichtbar was gut ist, was der nächste Schritt sein sollte oder was verbessert werden kann.

 

Echtes Selbstvertrauen braucht Erfahrung und Entwicklung. Es gibt Kraft und verleiht Mut, den es bei der Umsetzung persönlicher  oder beruflicher Vorhaben braucht. Entscheidend für das Ergebnis ist die Persönlichkeit!

 

Herausforderungen sind Lebensbestandteil. 

 

Wie wir mit ihnen umgehen hat Einfluss auf unser Selbstvertrauen, unsere Lebensfreude, unsere Gesundheit, unsere Beziehungen, unsere Erfolge. Um alles das wirklich verstehen und verinnerlichen zu können brauchen wir mehr Bewusstsein. Es muss uns bewusst werden, dass wir mit unserer individuellen Art und Weise der Wahrnehmung entscheiden, ob etwas gut oder schlecht für uns ist; ob etwas schön oder hässlich für uns ist; was uns glücklich und was uns traurig macht.

 

Jeder Mensch nimmt anders wahr, doch alle glauben 'vom Gleichen' zu sprechen.

Eine gute Beziehung zu uns selbst, zu anderen und zum Leben, braucht eine gute SELBST-WAHRNEHMUNG.

 

Vieles von dem was wir in jedem Augenblick wahrnehmen, läuft vollkommen unbewusst ab, zB die Atmung, der Herzschlag, die Verdauung ... Unsere Sinnesorgane nehmen ALLE Reize aus der Umwelt auf, doch nur ein Bruchteil davon schafft es bis zur Datenweiterleitung an das Gehirn. Je nachdem, welche Informationen wir zum jeweiligen Reiz gespeichert haben, werden unsere Reaktionen ausfallen. Doch, das meiste an Wahrnehmung verliert sich im Unbewussten! Oder wer kann sich an die Musik vom letzten Supermarktbesuch erinnern? Schärfen wir unsere Sinne mit etwas Übung:

 

Bei welcher Musik kriegst du gute Laune? Bei welcher Musik wirst du traurig? Welches Bild lässt dich träumen? Welcher Duft gibt dir ein gutes Gefühl? Welches Geräusch macht dich kurzerhand nervös? 

 

 

Die individuelle, persönliche Wahrnehmung löst Emotionen und Gedanken aus, und diese unterscheiden sich von Mensch zu Mensch. Deshalb brauchen wir mehr Bewusstsein für uns selbst, um Missverständnisse vermeiden zu können. (Die meisten schließen von sich auf andere, wodurch Konflikte entstehen.)

 

 

Übung: Nimm dir täglich mehrmals 5 Minuten Zeit. Schließe die Augen und nimm wahr, was alles um dir ist oder geschieht. Mache dir dann Notizen dazu. Dir wird auffallen, wie viel du plötzlich spürst, riechst, hörst, was zuvor von dir nicht bewusst wahrgenommen wurde.

 

 

Dies ist eine einfache sowie unglaublich wirksame Übung, um die Wahrnehmung (auch Aufmerksamkeit) zu trainieren. Je öfter und bewusster wir uns damit auseinandersetzten, um so mehr werden wir über uns und unser Umfeld erfahren. Das ist wichtig, denn mit diesem Mehr-Bewusstsein lassen sich negative Überraschungen oder plötzliche Ärgernisse zukünftig minimieren!

 

Entwicklung geschieht im Tun, deshalb erst diese Übungen durchführen, bevor der nächste Schritt gesetzt wird #3 Wertungen.